• Ablauf der Hautkrebsvorsorge

So läuft die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung ab

Hautkrebs ist eine tückische Krankheit, die sich oft unbemerkt ausbreiten kann. Wird er im frühen Stadium festgestellt, stehen die Heilungschancen sehr gut. Damit der Arzt den sich anbahnenden Hautkrebs rechtzeitig erkennen kann, sollten Sie regelmäßig zur Hautkrebsvorsorgeuntersuchung (Hautkrebs Screening) erscheinen. Männer und Frauen ab 35 Jahren haben Anspruch darauf, sich alle 24 Monate auf Hautkrebs untersuchen zu lassen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, wie die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung abläuft.

Wichtige Informationen zur Hautkrebsvorsorgeuntersuchung

Als Erstes erkundigt sich Ihr Hautarzt oder Ihre Hautärztin nach Ihrem gesundheitlichen Zustand und eventuellen Vorerkrankungen.

Die eigentliche Hautkrebsvorsorgeuntersuchung dauert nur wenige Minuten. Dazu wird die gesamte Haut untersucht. Hautkrebs kann überall am Körper auftreten. Vor allem bildet sich das gefährliche Maligne Melanom oft an versteckten Stellen, wie z.B. zwischen den Zehen. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr ganzer Körper unter die Lupe genommen wird und Sie sich komplett entkleiden.

Für die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung reichen in der Regel ein Spatel, eine Lupe und eine Lampe aus. Aus hygienischen Gründen wird selbstverständlich für jede Körperregion ein neuer Spatel verwendet.

Viele Dermatologen werden darüber hinaus von modernster Technik unterstützt. Eine elektronische Kamera fotografiert verdächtige Stellen in mikroskopischer Auflösung. So können diese Körperareale noch besser geprüft und beurteilt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bilder im Archiv verbleiben und bei den nächsten Terminen herangezogen werden können.


Wichtige Informationen zur Hautkrebsvorsorge

Wichtige Informationen zur Hautkrebsvorsorge


Die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung in wenigen Schritten

Sie werden von oben bis unten hin untersucht, beginnend bei der Kopfhaut. Dazu scheitelt Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihre Haare mit einem Spatel.

Auch die Ohren werden genau inspiziert, sowohl die Ohrmuschel als auch der Gehörgang.

Im Anschluss werden Ihre Augen und die Lider überprüft. Hierfür müssen Sie gegebenenfalls Ihre Brille absetzen.

Dann betrachtet der Dermatologe oder die Dermatologin Ihre Lippen, das Zahnfleisch sowie Ihre Mundschleimhaut. Es folgt die Kontrolle von Hals, Oberkörper, Achseln, Armen und Händen. Auch die Brust wird auf Veränderungen der Haut hin untersucht.

Die äußeren Genitalien sowie die After- und Dammregion können ebenfalls von Hautkrebs betroffen werden. Auch hier erfolgt eine gründliche Inspektion.

Ihre Beine und Füße werden inklusive der Zehenzwischenräume und der Sohlen auf Auffälligkeiten hin untersucht.

Wurden Anzeichen für Hautkrebs entdeckt, so wird eine Gewebeprobe abgenommen. Diese wird an ein Labor geschickt, um festzustellen, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Hauttumor (Blogbeitrag Link) handelt. Weitere Schritte bespricht Ihr Arzt oder Ihre Ärztin mit Ihnen in darauffolgenden Terminen.

Wurde kein Hautkrebs erkannt, folgen auch keine weiteren Untersuchungen. Sie erscheinen dann einfach zur nächsten Hautkrebsvorsorgeuntersuchung. Sollten sich zwischenzeitlich akute Probleme ergeben, können Sie selbstverständlich einen Termin vereinbaren.

Über die eigentliche Hautkrebsvorsorgeuntersuchung hinaus erhalten Sie Tipps für den richtigen Umgang mit der Sonne und wie Sie sonst Hautkrebs vorbeugen können.

Die Kosten für die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung übernimmt Ihre Krankenkasse. Abgerechnet wird über Ihre Versichertenkarte.

So bereiten Sie sich auf die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung vor

Sie können bestimmte Dinge tun, um Ihrem Dermatologen oder Ihrer Dermatologin die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung zu erleichtern. Verzichten Sie auf hinderliche Dinge, wie aufwendige Frisuren, Haarlack, Gel, Make-Up, Nagellack oder Piercings. Andernfalls können auffällige Hautveränderungen übersehen werden.

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2018-11-15T10:11:05+00:00Allgemein|
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