Wenn langsam der letzte Schnee schmilzt und die grünen Knospen ihre Köpfe zeigen, dann wissen alle, der Frühling ist da. Doch mit ihm kommen nicht nur endlich wieder die warmen Tage, leider heißt es für viele auch wieder rote Augen, triefende Nasen, plötzliche Niesattacken und Atemnot. Denn sobald es wärmer wird, steht der Pollenflug wieder bevor. Was zu Beginn des Jahres mit Hasel und Erle beginnt, endet mit den verschiedensten Pollenarten, die den Allergikern das Leben schwer machen. Jedes Jahr aufs Neue kommen Menschen zum Allergietest München um eine Pollenallergie diagnostiziert zubekommen, oder dagegen vorzugehen.

Wie erkenne ich ob ich unter einer Allergie leide?

Die Symptome von Heuschnupfen unterscheiden sich vom normalen Schnupfen. Zum Einen treten die Symptome sehr plötzlich auf, wie nach einem langen Spaziergang. Die Symptome verschwinden an Regentagen aber wieder. Es zeigen sich zudem juckende Augen und eine juckende und triefende Nase. In schlimmen Fällen sind Allergiker so empfindlich, dass Sie an Atemnot leiden können. Die Symptome einer Allergie sind zwar oftmals eindeutig, es sollte dennoch getestet werden, auf was der Körper reagiert.

Was passiert bei einer Allergie?

Sobald eine fremde Substanz über die Schleimhäute oder die Haut in den Körper gelangt, sei es über die Nase, dem Magen-Darm-Trakt oder der Haut, prüft unser Immunsystem diese sofort. Hierbei entscheidet dieses, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt oder nicht. Entscheidet das Immunsystem also, dass es sich bei dieser Substanz um einen Krankheitserreger handelt, leitet es eine sofortige Abwehrreaktion ein. Das ist zwar die natürliche und richtige Reaktion, jedoch kann das Immunsystem manchmal nicht zwischen schädlichen und unproblematischen Substanzen unterscheiden. Dies führt dazu, dass eine Abwehrreaktion eingeleitet wird, wo eigentlich keine notwendig wäre. So kommt es zur Allergie. Doch das passiert nicht gleich nach dem Ersten, sondern nach dem mehrfach wiederholtem Kontakt mit den Allergenen. Es gibt auch Faktoren, die das Immunsystem sensibler machen, wie Stress oder Angst.

Immer mehr Pollen

Jährlich steigt die Pollenzahl um geschätzte 3%. Das hat eine Studie der Technischen Universität München herausgefunden. Darin wird vermutet, dass der Klimawandel ein entscheidender Faktor wäre, da eine zunehmende Menge des Klimagases Kohlendioxid entsteht. Eine Vorhersage lautet, dass der Pollenflug jedes Jahr ein bisschen früher beginnt und die Pollen offenbar aggressiver werden. Aber auch die Zahl der Menschen, die an einer Pollenallergie leiden, nimmt zu. Es wird geschätzt, dass jeder fünfte in Deutschland an einer allergischen Reaktion leidet. Vor 50 Jahren waren es noch knapp 23% weniger.

Interessantes

Menschen die unter Birkenpollen leiden zeigen eine so genannte Kreuzallergie gegenüber Äpfeln, Kiwis und anderen Früchten. Das bedeutet, dass das Immunsystem in Früchten genau dieselbe Gefahr sieht wie bei einer Birke. Zudem haben Kinder, die im Dorf aufgewachsen sind, ein geringeres Risiko später einmal unter einer Pollenallergie zu leiden, als Kinder aus der Stadt. Pauschale Gruppierungen sind aber auch an dieser Stelle natürlich nicht möglich.

Behandlung

Allergien sollte man aus dem Weg gehen, bei Heuschnupfen ist dies jedoch fast unmöglich. Deshalb gibt es hierbei Medikamente wie Antihistaminika, welche die Symptome lindern sollen. Bei Allergien besteht die Möglichkeit einer Immuntherapie, auch Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung genannt. Dabei wird versucht, das Immunsystem an gewisse Stoffe zu gewöhnen, um so die Überreaktion zu verhindern. Hierbei spritzt der Arzt in zeitlich abgestimmten Abständen, eine steigende Dosis von einer Allergenzubereitung. In seltenen Fällen, meistens bei Kindern, vergeht eine Allergie im Laufe der Zeit einfach wieder.

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