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Hautpilz im Gesicht – Definition, Ursachen und Behandlung

Einen Hautpilz hat bestimmt schon fast jeder einmal gehabt. Während der Fußpilz weit verbeitet ist, kommt ein Hautpilz im Gesicht eher selten vor. Jedoch sollte auch dieser frühzeitig behandelt werden. Als Ärztin der Dermatologie München möchte ich Sie genauer über Pilzerkrankungen im Gesicht aufklären.

Hautpilz – Definition

Hautpilz (Dermatomykose) ist eine durch Fadenpilze verursachte Infektion der behaarten Haut. Diese kann nur die Haut oder auch ihre Anhangsgebilde (Haare, Nägel) betreffen.

Hautpilz im Gesicht

Auch das Gesicht ist mit sehr feinen, fast unsichtbaren Gesichtshärchen versehen. In einem typischen Krankheitsverlauf dringen die Fadenpilze in die oberen Bereiche der Haarfolikel ein und verursachen eine örtlich begrenzte Entzündung des Haarbalgs. Daraus resultieren gerötete, ringförmige Stellen auf der Gesichtshaut. Oftmals schuppen die betroffenen Hautpartien zusätzlich.

Schreitet der Hautpilz im Gesicht ungehindert fort, können die ringförmig wachsenden Infektionsherde ineinanderlaufen und großflächig entzündete Areale bilden.

Symptome

Welche Symptome auftreten, hängt vom jeweiligen Erreger ab. Dennoch können folgende Symptome auf einen Hautpilz im Gesicht hindeuten:

  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Brennen
  • Bläschen
  • nässende Stellen
  • schuppige Hautpartien
  • grauweiße, verquollene Haut
  • kleine Einrisse

Ursachen & Ansteckungswege

Auslöser für einen Hautpilz im Gesicht sind lediglich die Fadenpilze (Tinea). Diese können neben dem Gesicht auch die Kopfhaut sowie die Hände befallen sowie auch die Haare und Nägel.

Anstecken kann man sich durch direkten Hautkontakt sowie auch einer Schmierinfektion, indem man mit Pilzen befallenen Türklinken oder anderen Oberflächen in Kontakt kommt. Vermeiden Sie direkten Hautkontakt mit infizierten und möglich infizierten Personen.

Um Hautpilz im Gesicht vorzubeugen oder eine Ansteckungs zu vermeiden, ist auf eine gute Hygiene zu achten. Waschen und desinfizieren Sie des Öfteren Ihre Hände, vor allem bevor Sie sich ins Gesicht fassen.

Diagnose

Um die Diagnose Hautpilz im Gesicht zu sichern, muss der Erreger nachgewiesen werden.
Entweder wird eine kleine Hautprobe mikroskopisch auf Fadenpilze hin untersucht oder der vermeintliche Erreger wird auf einem speziellen Nährboden angezüchtet und so festgestellt.

Hautpilz im Gesicht behandeln

In der Regel wird Hautpilz zunächst lokal bzw. topisch therapiert. Dazu werden spezielle Salben, Cremes oder Tinkturen auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen.

Bleibt die lokale Behandlung erfolglos, werden Antimykotika (meist in Tablettenform) verschrieben. Diese werden auch von Beginn an angeordnet, wenn die Ausprägung des Hautpilzes im Gesicht zu stark ist oder die Ausbreitung des Erregers ins Blut oder auf innere Organe droht.

Antimykotika hemmen entweder das Wachstum und die Vermehrung der Pilze (fungistatische Wirkung) oder töten diese ab (fungizide Wirkung). In jedem Fall ist die Behandlung mit diesem Mittel erfolgreich – vorausgesetzt, dass frühzeitig mit der Therapie begonnen wird.

Bei frühzeitiger und konsequenter Behandlung erfolgt in der Regel eine vollständige Heilung ohne bleibende Hautschäden.

Eine vom Arzt verordnete Therapie kann man nach Absprache mit Hausmitteln unterstützen. Sie können mit einem Kosmetikpad Apfelessig, Teebaumöl oder Lavendelöl auf die betroffenen Gesichtspartien auftragen.

Ist Hautpilz im Gesicht gefährlich?

An sich stellt ein Hautpilz im Gesicht oder an anderen Stellen noch keine Gesundheitsgefahr dar. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen bei Menschen mit schwachem Immunsystem und Kindern kommen. Schlimmstenfalls befallen die Pilze die inneren Organe. Hier ist eine umfangreichere Behandlung erforderlich. Gehen Sie daher stets bei Verdacht auf Hautpilz zu einem Dermatologen.

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2020-10-12T10:36:59+02:00Allgemein|
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