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Pricktest – Allergien sofort erkennen

Was ist ein Pricktest?

Der Pricktest (englisch: prick = Einstich; auch Stichtest genannt) ist das beliebteste Allergietest-Verfahren und bietet ein äußerst präzises Ergebnis. Der Pricktest dient zum schnellen Nachweis einer sogenannten Typ-I-Allergie, zum Beispiel gegenüber:

  • Pollen
  • Tierhaaren
  • Hausstaubmilben
  • Schimmelpilzen
  • Insektengifte, wie Bienen oder Wespen
  • Nahrungsmitteln, wie Soja, Schalentieren oder Hülsenfrüchten

Wann ist der Pricktest sinnvoll?

Ein Pricktest wird angeordnet, wenn der Hautarzt München einen Verdacht auf eine Allergie des Typ I, also einer Sensibilisierung, bestätigen oder ausschließen möchte. 

Bei einer Sensibilisierung befinden sich bestimmte Antikörper (IgE) auf den Mastzellen in der Haut. Kommen diese Antikörper mit dem entsprechenden Allergen in Kontakt, so setzen die Mastzellen bestimmte Stoffe frei. Diese sorgen dafür, dass sich auf der Haut Pusteln und  Rötungen bilden, welches die allergische Reaktion darstellt. 

Wie wird der Test angewendet?

Beim Pricktest markiert der Dermatologe die Haut des Unterarms oder des oberen Rückens des Patienten mit einem speziellen Stift und nummeriert diese.  

Anschließend tröpfelt er eine jeweils andere allergenhaltige Lösung auf die Markierungen und sticht mit einer Nadel leicht ein, sodass die jeweilige Substanz in die Oberhaut eindringen kann. Der Arzt wechselt bei jedem Allergen die Nadel, um eine Durchmischung der Allergenlösungen und damit falsche Ergebnisse zu verhindern. Der Einstich selbst ist schmerzfrei, kann aber kurzzeitig als unangenehm empfunden werden. 

Die Nummerierung dient dazu, die aufgetragenen Flüssigkeiten den einzelnen Hautarealen zuordnen zu können. Normalerweise wird der Patient auf 15 bis 20 verschiedene Allergene getestet. Die Lösungen sind allesamt durchsichtig und daher ohne Nummerierung nicht zu unterscheiden. Jede Flüssigkeit besitzt eine eigene Nummer,  um so bei einer positiven Hautreaktion auch auf das entsprechende Allergen zurückschließen zu können.

Wenn eine Allergie besteht, so löst das Allergenextrakt eine Hautreaktion aus. Ist der Patient nicht gegen die Substanz allergisch, passiert an der entsprechenden Hautstelle nichts. Auf diese Weise erlaubt der Pricktest einen schnellen und ambulant durchführbaren Nachweis von Allergien.

Zusätzlich werden beim Pricktest zwei Kontrolllösungen eingesetzt: Die eine ist eine Kochsalzlösung (Negativkontrolle), die normalerweise keine Reaktionen auslöst. So stellt man sicher, dass Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz tatsächlich eine allergische Reaktion auf das Probeallergen sind und nicht auf einer Reizung der Haut an sich beruht. Bei der anderen Kontrolllösung handelt es sich um eine Histaminlösung (Positivkontrolle), die unter normalen Umständen immer zu einer Hautreaktion führt. 

Diagnose

Rötungen, Juckreiz und Quaddelbildung innerhalb von 5 bis 60 Minuten weisen auf eine mögliche Allergie gegen das in der Testlösung enthaltene Allergen hin. Die entstandenen Hautveränderungen werden vermessen und in einem Testprotokoll notiert sowie unter Umständen im Allergie-Pass des Patienten vermerkt. Allergiker können sich dann entsprechend von den Allergenen fernhalten, Medikamente einnehmen oder eine Hyposensibilisierung durchführen lassen.

Die Diagnose einer Allergie sollte jedoch nicht isoliert aus dem Ergebnis des Pricktests gestellt werden, sondern im Zusammenhang mit den anamnestischen Angaben des Patienten.

Auch wenn das Ergebnis insgesamt negativ ausfällt, kann eine Allergie vorliegen, da im Rahmen des Pricktests nicht jedes erdenkliche Allergen abgedeckt werden kann. Eventuell muss der Test daher mit weiteren Allergenen zu einem anderen Zeitpunkt wiederholt werden. 

Vorteile

Das Ergebnis ist schnell vorhanden und sehr gut sichtbar. Es bedarf keiner zusätzlichen Untersuchungen. Da der Test ambulant durchgeführt wird, entfallen Laborkosten. Der Pricktest ist zudem schmerzfrei und in der Regel gut verträglich. Aufgrund der geringen Dosierungen kann es nicht zu gefährlichen oder sehr schlimmen Reaktionen auf der Haut kommen.  

Nachteile

Die Durchführung gestaltet sich relativ zeitaufwendig, da die Lösungen vorbereitet sowie behutsam aufgetröpfelt werden müssen. Außerdem ist bei jedem Einstich die Nadel auszutauschen. Bei Kleinkindern und Säuglingen ist der Test relativ schwierig durchzuführen, da diese nicht lange still halten können oder Angst vor den vielen Einstichen haben. Je nach Stärke der Allergie kann es in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen kommen wie Schwindel, Erbrechen oder Blutdruckabfall. 

Pricktest Fazit

Mit dem Pricktest können Allergien des Typ I wie zum Beispiel auf Pollen, Tierhaare, Medikamente oder Schimmel relativ schnell, sicher und meist komplikationsfrei nachgewiesen werden. Nur in äußerst seltenen Fällen ist die Durchführung des Pricktests mit Erbrechen, Schwindel oder Blutdruckabfall verbunden. 

Sie denken, Sie könnten gegen eine bestimmte Substanz allergisch sein und wünschen Gewissheit? Dann suchen Sie meine Privatpraxis am Maximiliansplatz in München auf und lassen Sie den Pricktest durchführen. Ich freue mich darauf, Ihnen weiterhelfen zu können!

© Microgen- stock.adobe.com

2020-11-09T09:48:27+01:00Allgemein|
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