Brandwunde – Ursachen, Symptome und Behandlung

Was ist eine Brandwunde?
Brandwunde ist der synonyme Begriff zu Verbrennung bzw. Verbrennungswunde. Es beschreibt die Schädigung von Hautgewebe durch eine ,,trockene’’ Hitzequelle. Dazu zählen:

  • Offenes Feuer
  • heiße Herdplatten, Bügeleisen etc.
  • starke Sonneneinstrahlung
  • Hitze
  • Strom

Eine Brandwunde äußert sich folgendermaßen:

  • Starke Rötung
  • Schmerzen, Brennen
  • Schwellungen
  • Blasenbildung

Es treten nicht alle Symptome sofort auf, sondern machen sich häufig einige Stunden nach der Verbrennung bemerkbar. Der Schweregrad der Brandwunde kann daher erst einige Zeit nach dem Vorfall bestimmt werden.

Unterschied – Brandwunde und Verbrühung

Hier macht die Hitzequelle den Unterschied. Wie bereits erwähnt, sind für Brandwunden trockene Hitzequellen verantwortlich. Bei Verbrühungen sind es heiße Dämpfe oder heiße Flüssigkeiten (z.B. kochendes Wasser, Tee, Suppe). Beide äußern sich mit denselben Symptomen. Bei Verbrühungen kommt es zusätzlich zur Ablösung der Haut, während Brandwunden häufig wässrig sind.

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Stoppen Sie sofort die Hitzeeinwirkung, um weitere Schäden an der Haut zu vermeiden. Entfernen Sie ggf. Kleidung, sofern sie nicht mit der Haut verschmolzen ist. Kühlen Sie nun die Verbrennung. Lassen Sie kaltes Wasser aus dem Wasserhahn über die betroffene Hautpartie fließen oder benutzen Sie ein Kühlpad. Sie können auch verpackte Dinge aus Kühl- oder Gefrierfach verwenden. Legen Sie diese aber nicht direkt auf die Brandwunde, sondern wickeln Sie ein Tuch um die Verpackungen. Andernfalls können Hautgewebe und Blutgefäße erfrieren.

Versorgung von Wunden, Verband

Decken Sie die Brandwunde mit einer sterilen Kompresse locker ab. Berühren Sie die Wunde nach Möglichkeit nicht. Öffnen Sie keine Brandblasen, da sich die Wunde sonst entzünden kann. Vermeiden Sie unbedingt Hausmittel wie Mehl oder Öl. Diese sind keineswegs hilfreich und können die Infektionsgefahr sogar noch erhöhen.

Brandwunden ärztlich behandeln

Sie müssen nicht bei jeder Brandwunde einen Hautarzt München aufsuchen. Gerade kleinere Verbrennungen heilen meist von selbst gut ab. Ob die Brandwunde tatsächlich ärztlich behandelt werden muss, hängt vom Schweregrad der Verbrennung ab. Bei einer großflächigen Brandwunde und vermehrter Blasenbildung ist ein Arzt zu konsultieren.

Verbrennungen bei Säuglingen und Kleinkindern sowie Brandwunden im Gesicht sollten in jedem Fall ärztlich begutachtet werden – ganz gleich wie klein die Verbrennung auch scheinen mag.

Die Schweregrade von Verbrennungen

Unsere Haut besteht aus drei Schichten: die Oberhaut, die Lederhaut und die Unterhaut. Je nachdem wie tiefgehend die Verbrennung ist, wird der Schweregrad und damit der weitere Behandlungsverlauf bestimmt.

Verbrennung 1. Grades:

  • Nur die Oberhaut ist betroffen.
  • Die Stelle ist gerötet, schmerzt und kann anschwellen.
  • Die Verbrennung heilt häufig von selbst wieder aus.
  • In der Regel verbleibt keine Narbe.
  • Hier muss meist kein Arzt konsultiert werden.

Verbrennung 2. Grades:

  • Ober- und Lederhaut sind betroffen.
  • Die Stelle ist gerötet, geschwollen und schmerzt sehr stark.
  • Es kommt zur vermehrten Blasenbildung.
  • Häufig kann eine Narbe zurückbleiben.

Verbrennung 3. Grades:

  • Ober- und Lederhaut sind zerstört.
  • die Unterhaut ist ebenfalls geschädigt.
  • Es verbleibt weißes (verkochtes) oder schwarzes (verkohltes) Gewebe.
  • Die Stelle schmerzt häufig nicht, da die Hautnerven beschädigt sind.
  • Das Gewebe kann sich nicht mehr richtig regenerieren.
  • Abgestorbenes Gewebe muss oft operativ entfernt werden.

Auch Sie haben eine Brandwunde, die ärztlich untersucht werden muss? Kommen Sie dazu gerne in meine dermatologische Praxis in München. Als erfahrene Hautärztin untersuche und behandle ich Sie gerne. Ich freue mich darauf, Ihnen weiterhelfen zu können.

2019-12-09T09:44:01+01:00Allgemein|
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