Falten – jede Frau bekommt sie früher oder später, doch keine möchte sie gerne haben. Mit den richtigen Produkten können Sie auch im höheren Alter mit einem jungen, frischen Aussehen glänzen.

Als Dermatologin und Expertin im Bereich Anti Aging München, möchte ich Ihnen erklären, was eine Creme gegen Falten alles können muss und welche Möglichkeiten es noch für eine glatte junge Haut gibt.

Creme gegen Falten – Das sollten Sie wissen

Wie entstehen Falten?

Falten sind das Ergebnis der natürlichen Hautalterung. Die Ursache liegt in den tieferen Hautschichten. Dort befinden sich die kollagenen und die elastinen Fasern. Diese sind für die Spannkraft sowie für das Wasserbindevermögen der Haut verantwortlich. Mit den Jahren verlieren diese Fasern an Spannkraft, da immer weniger Kollagen gebildet wird. Die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern und die Elastizität nimmt ab.

Weitere Gründe für Falten:

  • Stress
  • Rauchen
  • Drogenmissbrauch
  • Solarienbesuche
  • Vitamin-E-Mangel
  • Mangel an Feuchtigkeit
  • Erbliche Bedingung
  • Gewichtsabnahme
  • Schadstoffbelastung
  • Verletzungen oder Operationen der Haut
  • Akne und andere Hautkrankheiten, die zur Narbenbildung tendieren
  • Übermäßige Muskelbewegungen wie Lächeln oder Stirnrunzeln

Obwohl Falten ein Teil des natürlichen Alterungsprozesses sind, kann man deren Auftreten durch falsches Verhalten begünstigen oder aber mit dem richtigen Lebensstil und geeigneten Hautpflegeprodukten hinauszögern sowie bereits vorhandene Fältchen verschwinden zu lassen.

Wirkstoffe einer Creme gegen Falten:

  • Kollagen
  • Hyaluronsäure
  • Retinol
  • Biotulin
  • Peptide
  • Vitamin E
  • Vitamin C

Im Allgemeinen regen diese Wirkstoffe die Bildung von Kollagenfasern an und schützen die Haut vor Umwelteinflüssen.

Achtung: Anti-Falten-Cremes enthalten oft schädliche Giftstoffe wie Parabene, Paraffine, Natriumlaurylsulfat, chemische Emulgatoren und vieles mehr. Das kann Ihrer Haut auf Dauer schaden. Wählen Sie daher eine natürliche Creme gegen Falten, die sich möglichst nicht aus den genannten Schadstoffen zusammensetzt.

Was sollte die Creme gegen Falten können?

Falten glätten:
Selbstverständlich sollte die Creme gegen Falten glätten.

Nähren:
Zusätzlich zur glättenden Wirkung sollte die Creme gegen Falten Ihre Haut mit reichlich Nährstoffen versorgen. Nur eine gesunde Haut kann wieder an Spannkraft zulegen.

Feuchtigkeit spenden:
Je geschmeidiger die Haut, desto eher behält sie ihre Spannkraft. Deshalb sollten Sie eine feuchtigkeitsspendende Creme gegen Falten wählen.

Schützen:
Umwelteinflüsse und Schadstoffbelastungen können die Faltenbildung begünstigen. Eine gute Anti-Aging-Creme sollte Ihre Haut davor schützen.

Damit die Creme gegen Falten tatsächlich hilft, sollte sie schon präventiv angewendet werden. Das heißt ab dem 25. Lebensjahr, denn da beginnt bereits der biologische Hautalterungsprozess. Sie kann jedoch auch bei bereits bestehenden Falten ihre Wirkung entfalten. Achten Sie jedoch darauf, dass eine Anti-Aging-Creme gegen Falten, die auf die Mimik zurückzuführen sind, nicht hilfreich ist.

So wählen Sie die individuell passende Creme gegen Falten

Die passende Creme gegen Falten muss Ihrem Hauttyp entsprechen. Es gibt Anti-Falten-Cremes für empfindliche, ölige, trockene und Mischhaut.

Je älter man ist, desto trockener ist meist auch die eigene Haut. Deshalb spenden viele Anti-Falten-Cremes zusätzlich reichhaltig Feuchtigkeit. Wenn Sie mit öliger oder Mischhaut zu kämpfen haben, sind viele Anti-Aging-Cremes zu reichhaltig und fördern das Fetten der Haut. Hierfür gibt es mittlerweile Light Produkte, die trotzdem gut gegen die Falten wirken.

Achten Sie auch darauf, ob Sie eventuell auf den ein oder anderen Inhaltsstoff der Creme gegen Falten allergisch reagieren. Wechseln Sie die Faltencreme, wenn Rötungen auftreten sollten. Das bedeutet, dass das Produkt Ihre Haut angreift.

Creme gegen Falten richtig auftragen:

  1. Wenden Sie die Creme gegen Falten abends an.
  2. Entfernen Sie Ihr Make-Up und reinigen Sie Ihr Gesicht mit lauwarmen Wasser. Das befreit Ihre Poren. So kann Ihre Haut die Inhaltsstoffe der Creme besser aufnehmen. Ein Gesichtswasser können Sie ebenfalls verwenden.
  3. Waschen Sie Ihre Hände gründlich, damit Sie keinen Schmutz oder Bakterien mit der Creme in die Haut einarbeiten.
  4. Tragen Sie die Creme gegen Falten auf. Tupfen Sie diese dünn über Ihr Gesicht. Reiben Sie bitte nicht ein, da dies der Haut schadet.
  5. Lassen Sie die Creme einwirken. Je nach Präparat, kann das unterschiedlich lange dauern. Grundsätzlich sollte dies nur einige Minuten in Anspruch nehmen.

Wenn die Creme gegen Falten nicht hilft?

Zur Faltenbekämpfung gibt es noch andere Möglichkeiten:

Botoxbehandlung:
Botox ist ein krampflösendes Nervengift. Es hemmt die Reizübertragung vom Nerv und Muskel, sodass Letzterer ruhig gestellt wird. Das glättet die Haut.
Botox wird vor allem für Mimikfalten eingesetzt, wie z.B. die Zornesfalte auf der Stirn, da eine Faltencreme hier nicht viel ausrichten kann.

Hyaluronsäure-Unterspritzung:
Falten soll hier mit synthetisch gewonnener Hyaluronsäure entgegengewirkt werden. Das Gesicht erlangt nach der Unterspritzung spürbar mehr Fülle und Frische. Bei starken Zornesfalten oder vermehrten Falten im Bereich der Stirn sollte Hyaluron mit einer Botoxbehandlung kombiniert werden. Nur so kann ein optimales und vor allem dauerhaftes Ergebnis erzielt werden.

Gesichtsstraffung:
Hierbei handelt es sich um einen operativen Eingriff. Durch speziell angesetzte Schnitte kann die Haut angezogen und Falten vollständig geglättet werden. Das Ergebnis ist sofort sichtbar und dauerhaft. Ein Beratungsgespräch beim Plastischen Chirurgen kann Aufschluss darüber geben, ob eine Straffung bei Ihnen tatsächlich nötig ist.

Creme gegen Falten – günstig, schonend und effektiv

Eine Creme gegen Falten sollte die Haut wieder aufpolstern und ihr neue Spannkraft verleihen. Daher enthält sie bestenfalls Inhaltsstoffe wie Kollagen, Hyaluronsäure, Retinol oder Vitamin A. Achten Sie darauf, dass in Ihrer Creme gegen Falten keine Parabene, Paraffine und andere giftige Substanzen stecken. Diese schaden der Haut auf Dauer und sorgen im Endeffekt nur für noch mehr Falten.

Mimikfalten lassen sich generell nicht durch Anti-Aging-Cremes bekämpfen. Hier kann eine Botox-Unterspritzung oder eine Gesichtsstraffung helfen.

Alles in Allem ist die Anwendung einer Creme gegen Falten die schonendere und günstigere Methode und daher nicht umsonst so beliebt.

Copyright Hinweis: © stock.adobe.com: andrey kiselev