Bald ist Sommer – für Allergiker eine meist klägliche Zeit, denn nun gehen die Pollen wieder vermehrt um. Jedes Jahr lassen zahlreiche Menschen den Allergietest München durchführen, um zu erfahren, ob sie ebenfalls an einer Gräserallergie leiden.

Doch wobei handelt es sich bei einer Gräserallergie genau? Wie entsteht sie und kann man die Gräserallergie erfolgreich bekämpfen? Ich, Allergologin Dr. Regina Ramesohl, liefere Ihnen die Antworten.

Gräserallergie – Definition

Als Allergie bezeichnet man überempfindliche Reaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe. Bei der Gräserallergie reagiert der Betroffene auf die Eiweiße der Pollen von Gräsern, wie Getreide- und Futterpflanzen oder frühblühender Bäume, allergisch.

Symptome einer Gräserallergie:

    • Schnupfen, Niesen sowie eine laufende Nase
    • Juckreiz an der Nase
    • Anschwellen der Nasenschleimhäute
    • Husten bis hin zu allergischem Asthma
    • Juckende und brennende Augen
    • Hautrötungen und Ekzeme

Ursachen einer Gräserallergie

Pollen gelangen über unsere Atemwege in den Körper. Bei einer Gräserallergie erkennt das Immunsystem die Pollen als Angreifer und versucht sie abzuwehren. Unser Körper bildet Abwehrstoffe, indem die Mastzellen dazu angeregt werden Histamin auszuschütten. Dadurch treten die typischen Symptome der Gräserallergie auf.

Weshalb Pollen bei manchen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen und bei anderen nicht, konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden.

Auffällig ist die hohe, stetig steigende Anzahl der Allergiker in Industriegebieten. So geht man davon aus, dass Umwelteinflüsse und unzureichende Hygiene-Standards eine Allergie begünstigen können. Außerdem scheint es möglich, dass Allergien vererbbar sind.

Die Pollenzeit

Die Pollenzeit reicht in Deutschland von etwa Ende April bis September. Die intensivste Zeit ist der Monat Juni, in welchem die Pollenbelastung am Höchsten ist.

Behandlung und Bekämpfung der Gräserallergie

Um die Gräserallergie einzudämmen oder gar loszuwerden, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Das wohl Wichtigste und Effektivste ist, nicht mit den Pollen und Gräsern in Kontakt zu kommen. So unterbindet man ganz natürlich die allergischen Reaktionen, ohne Zufuhr von Medikamenten. Man kann beispielsweise übermäßige Ausflüge in Wäldern und Wiesen vermeiden und Urlaub in pollenarmen Umgebungen verbringen.

Eine möglichst schonende Methode, um den Kontakt mit Pollen zu veringern, ist das Tragen eines Nasenfilters. Dieser verhindert, dass die Pollen in Ihre Atemwege gelangen.
Mit Pollenschutzgittern an Fenster und Türen können Sie problemlos lüften, ohne dass die Pollen in Ihre eigenen vier Wände eindringen.

Wenn Sie sich jedoch im Lebensstil nicht einschränken möchten, dann können Sie die Gräserallergie auch mit Medikamenten unterdrücken. Dazu gibt es verschiedene freie und verschreibungspflichtige Präparate. Informieren Sie sich zuvor am besten bei Ihrem Arzt oder einem Apotheker.

Sie können auch versuchen, Ihre körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, damit diese im Laufe der Zeit wieder normal auf die Pollen und Gräser reagieren. Möglich ist dies z.B. durch eine Akupunktur Behandlung oder eine Immuntherapie.

Um der Gräserallergie entgegenzuwirken, können Sie versuchen, Ihren Körper nach und nach an die Pollen zu gewöhnen, sodass dieser nicht mehr allergisch reagiert, z.B. durch die Hyposensibilisierung.

Wichtig ist stets, die Kleidung nach einem Aufenthalt im Freien zu wechseln und zu waschen, damit sich die Pollen nicht im ganzen Haus verteilen. Auch sollten Sie selbst duschen und sich die Haare waschen. So können Sie sichergehen, dass Sie später keine Pollen mit ins Schlafzimmer nehmen und diese auf Ihrem Bett verteilen.

Gräserallergie und Klimawandel

Die Gräserallergie lässt sich durchaus vom herrschenden Klimawandel beeinflussen. Dieser verlängert die Vegetationszeit der Pflanzen, sodass diese früher und länger blühen.

Eine erhöhte CO2-Belastung der Luft steigert die Pollen- und Blütenmenge ebenfalls. So werden beispielsweise große Pollenwolken über weite Strecken verbreitet.

Wenn Sie Fragen zur Gräserallergie oder anderen Allergien haben, so zögern Sie nicht sich an meine Fachpraxis in München zu wenden. Mein Team und ich helfen Ihnen gerne weiter.

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