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Hauttumor – Arten, Symptome und Behandlung

Was ist ein Hauttumor?

Ein Hauttumor ist ein Geschwulst, welches aus einem krankhaften Zellenwachstum entsteht. Fälschlicherweise wird ein Tumor oft mit der Krankheit Krebs gleichgesetzt. Dabei können Hauttumore sowohl bös- als auch gutartig sein. Ursachen für Tumore beider Arten sind oft Rauchen, übermäßige UV-Strahlung oder auch Vererbung. Ihr Hautarzt München erklärt.

Gutartige Tumore

Ein gutartiger Hauttumor ist nicht lebensbedrohlich. Dennoch können die Patienten unter kosmetischen Gesichtspunkten darunter leiden. Mit einer Laserbestrahlung oder einem chirurgischen Eingriff können gutartige Tumore beseitigt werden.

Alterswarzen

Eine Alterswarze, medizinisch seborrhoische Keratose genannt, ist ein fleckenförmiger und bräunlicher Hauttumor, ähnlich einer normalen Warze. Im Gegensatz zur herkömmlichen Warze sind Alterswarzen nicht ansteckend und müssen nicht unbedingt entfernt werden. Oft verwechselt man Alterswarzen mit den bösartigen Melanomen. Lassen Sie daher jede Warze vom Hautarzt untersuchen.

Leberflecken

Leberflecken oder Muttermale sind Millimeter-kleine, bräunliche Wucherungen. Sie entstehen aus Zellen, die den Pigmentfarbstoff Melanin bilden. In seltenen Fällen können sich Leberflecken zu Hautkrebs entwickeln und müssen operativ entfernt werden. Eine regelmäßige Muttermalkontrolle ist daher empfehlenswert.

Feuermale

Feuermale sind flache Erweiterungen kleiner Blutgefäße nahe der Hautoberfläche. Sie sind als dunkelrote Flecken auf der Haut sichtbar. Diese Art von Hauttumor ist meist angeboren und kann sich nicht zu Hautkrebs weiterentwickeln. Dennoch kann man Feuermale aus ästhetischen Gründen mit einer Laserbehandlung entfernen.

Hämangiome

Ein Hämangiom ist eine rötliche, beerenförmige Veränderung der Blutgefäße. Oftmals bildet sich dieser Hauttumor von selbst wieder zurück. Sollte es dennoch zu Komplikationen kommen, kann er per Laser entfernt werden.

Atherome

Hierbei handelt es sich um Zysten, die in der Kopfhaut vorkommen, wenn Talgdrüsen sich verstopfen. Dieser Hauttumor ist durch eine Kapsel vom umliegenden Gewebe getrennt. Innerhalb des Atheroms befindet sich eine weißlich-gelbe Masse aus Fetttropfen. Atherome bilden sich in der Haarwurzel und können die Größe eines Hühnereis erreichen.

Xanthelasmen

Xanthelasmen sind gelbliche oder rötliche Fett- und Cholesterin-Einlagerungen in der Haut. Sie entstehen meist rund um die Augen. Ursachen sind erhöhte Cholesterinwerte oder eine Leberzirrhose. Xanthelasmen können chirurgisch oder mittels Laserbestrahlung entfernt werden.

Lipome

Bei diesem Hauttumor handelt es sich um ein Fettgeschwülst. Lipome treten oft am Rücken, am Bauch oder an den Oberschenkeln auf. Sie sähneln Beulen und können faustgroß werden. Einige Menschen haben eine genetische Veranlagung zur Bildung von Lipomen. In seltenen Fällen kann sich ein Lipom zu einem bösartigen Hauttumor entwickeln. Hier ist eine operative Entfernung erforderlich.

Bösartige Tumore

Bösartige Tumore können im Körper streuen und sich so zu Krebs entwickeln. Doch nur in den seltensten Fällen ist ein bösartiger Hauttumor tatsächlich lebensbedrohlich.

Basalzellkarzinom (Basaliom)

Das Basalzellkarzinom gehört zu den sogenannten weißen Hautkrebsarten.
Das bedeutet, dass der Hauttumor zwar bösartig ist, sich jedoch gut behandeln lässt. Das Basaliom äußert sich in der Form eines kleinen Knotens oder einer Verhärtung. Es kann flach, narbenähnlich oder geschwürartig sein. In der Farbe gleicht das Basaliom oft der restlichen Haut. Deshalb bleibt es unter Umständen lange Zeit unentdeckt. Das Basaliom breitet sich schnell aus, ist jedoch nur in den seltensten Fällen lebensbedrohlich. Trotzdem sollte der Hauttumor chirurgisch entfernt werden.

Aktinische Keratose

Die aktinische Keratose gehört ebenfalls zu den weißen Hautkrebsarten. Sie beschreibt eine langsam fortschreitende Hautschädigung. Diese entsteht durch eine übermäßige UV-Strahlung auf die Haut. Weitere Risikofaktoren sind häufiger Sonnenbrand, regelmäßige Solariumbesuche und mangelnder Sonnenschutz.

Die aktinische Keratose äußert sich in Rissen, roten verdickten Hautschuppen oder Flecken auf der Haut. Die aktinische Keratose sieht daher nicht wirklich wie ein Hauttumor, also ein Geschwulst, aus und ist daher schwer als solches auszumachen. Deshalb ist die regelmäßige Hautkrebskontrolle wichtig. Die aktinische Keratose kann oberflächlich abgetragen oder durch eine photodynamische Therapie bekämpft werden. Bleibt eine Behandlung aus, kann sich der Hauttumor zu einem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) weiterentwickeln.

Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)

Das Spinaliom ist ebenfalls ein bösartiger Hauttumor. Meist entwickelt es sich aus der aktinischen Keratose weiter. In seltenen Fällen sind chronische Wunden, Verbrennungsnarben oder andere Hauterkrankungen die Basis dieses Geschwulstes.

Obwohl das Spinaliom bösartig ist, kommt es nur in seltenen Fällen zu Metastasen. Deshalb zählt er zu den sogenannten weißen Hautkrebsarten.

Das Spinaliom wird in der Regel chirurgisch entfernt. Ist dies Aufgrund von Metastasen nicht mehr möglich, so kommt die photodynamische Therapie zum Einsatz. Durch die Einstrahlung von Licht einer bestimmten Wellenlänge, werden die Tumorzellen zerstört. Das umliegende Gewebe bleibt verschont.

Malignes Melanom

Hierbei handelt es sich um den gefährlichsten Hauttumor. Das maligne Melanom sieht einem gutartigen Muttermal äußerst ähnlich. In seltenen Fällen kann dieser Hauttumor auch an etwas ungewöhnlichen Körperstellen auftreten, wie am Auge, an Schleimhäuten oder auch an der Hirnhaut. Um diese Hautkrebsart frühzeitig zu erkennen, ist eine regelmäßige Muttermalkontrolle unabdingbar. Beobachten Sie Ihre Muttermale regelmäßig selbst. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie bemerken, dass Ihre Muttermale sich vergrößern, schmerzen oder zu bluten beginnen. Das Melanom wird meist operativ entfernt. Eine medikamentöse Therapie ist sinnvoll, wenn sich der Hauttumor an unzugänglichen Stellen befindet oder bereits im Körper streut.

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2018-10-19T11:52:20+00:00Allgemein|
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