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Informationen zur Raucherhaut

Jeder weiß um die gesundheitlichen Risiken, die mit dem Zigarettenkonsum einhergehen. Aber auch ästhetische Makel, wie die sogenannte Raucherhaut können durch den Dunst der Zigaretten verursacht werden. Als Fachärztin der Dermatologie München möchte ich Ihnen erklären, wie die Raucherhaut entsteht und wie Sie ganz einfach dagegen vorgehen können.

Was ist eine Raucherhaut?

Die Raucherhaut bezeichnet die Gesichts- und Körperhaut eines Rauchers. Diese sieht aufgrund des Tabak- und Nikotinkonsums dick und fahl aus und hat nur wenig Spannkraft. Der Teint wirkt ungesund und ist teils grau-gelblich verfärbt. Außerdem kann die Haut von Rauchern weniger Feuchtigkeit binden. Dadurch kann es vermehrt zu Trockenheitsfältchen kommen, welche Sie zusätzlich älter aussehen lassen.

Wie entsteht die Raucherhaut genau?

Die Raucherhaut entsteht bei schlechter Durchblutung aufgrund des Zigarettenkonsums. Das Rauchen sorgt für Ablagerungen in den Blutgefäßen. Tabakrauch enthält Kohlenmonoxid. Dieses reichert sich im Körper an. Schon kleinere Mengen können die Sauerstoffbindungsstellen des Blutfarbstoffes blockieren. Dadurch wird die Haut schlechter durchblutet, was deren Nähr- und Sauerstoffversorgung hemmen kann. Das wiederum lässt die Haut an Farbe, Fülle und Spannkraft verlieren.

Die Zigarette schädigt auch von Außen die Haut: Der Zigarettenrauch enthält feine Partikel, welche die Poren von außen verstopfen und so die Sauerstoffversorgung der Haut stören.

Außerdem bauen sich Kollagenfasern aufgrund der in der Zigarette enthaltenen Chemikalien nach und nach ab.

Beachten Sie, dass die hautschädigende Wirkung von Sonnenlicht durch das Rauchen verstärkt werden kann. Die Raucherhaut kann also beim Sonnenbaden reichlich zunehmen, auch wenn Sie sich mit Sonnenschutzmitteln eincremen.

Raucherhaut bekämpfen

Kosmetische Behandlungen
Tiefenpeeling: die oberste Hautschicht wird durch ein spezielles Peeling abgetragen. Das lässt Ihre Haut rein und erholt aussehen.

Sauerstoff-Druckinjektion: Die Haut wird durch Spritzen mit Sauerstoff versorgt. Diese Behandlung sollte alle 2-3 Wochen wiederholt werden, um den Effekt zu wahren.

Make-Up: Raucherhaut lässt sich mit Make-Up auch einfach überschminken. Jedoch ist das keine dauerhafte Lösung, da zu viel Make-Up die Poren ebenfalls verstopfen kann.

Durchblutungsfördernde Präparate
Es gibt bestimmte Medikamente, welche die Blutzirkulation begünstigen. Diese sind jedoch nicht frei verkäuflich und können nur unter bestimmten Voraussetzungen vom Arzt verschrieben werden.

Gesunde Ernährung
Eine vitaminreiche Ernährung ist besonders wichtig. Diese kann das Hautbild verfeinern, indem es für eine bessere Durchblutung und Nährstoffversorgung der Haut sorgt. Inwieweit der Effekt bei einer Raucherhaut erzielt werden kann, kommt auf die Ernährung, das Rauchverhalten und die Ausprägung der Raucherhaut an.

Sport
Sport fördert die Durchblutung und kann so ebenfalls gegen die Raucherhaut helfen.

Mit dem Rauchen aufhören
Schon nach drei Tagen ohne zu rauchen, kann sich Ihre Lungenfunktion verbessern, was Atembeschwerden und Husten nach und nach verschwinden lässt. Denken Sie also daran, wie gut es Ihrer Haut nach einigen rauchfreien Tagen ergehen wird.

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören:

  • verschwinden Unreinheiten
  • sinkt das Risiko für Hautkrebs
  • verlangsamt sich der Hautalterungsprozess wieder
  • wird die Haut wieder schön rosig und frisch
  • erhält die Haut wieder genug Feuchtigkeit
  • kehrt die Spannkraft der Haut zurück

Sind Sie bereits mehrere Jahre rauchfrei, so hat sich auch die Haut wieder deutlich normalisiert und Sie strahlen mit einem frischen Teint. Dass Sie mal eine Raucherhaut hatten, wird man Ihnen nicht ansehen können.

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2018-12-17T12:20:58+02:00Allgemein|
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