• Gähnende Katze

Katzenbiss? Jetzt ist schnelles Handeln geboten!

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland; rund 13 Millionen dieser liebenswerten Tiere leben bundesweit in unseren Haushalten. Daher wundert es nicht, dass ein Katzenbiss recht häufig vorkommt – sowohl beim Tierhalter selbst als auch bei ihren Gästen. Aber auch Straßenkatzen können zubeißen, obwohl man ihnen nur helfen möchte. Ein Katzenbiss ist schmerzhaft; die Wunde kann sich leicht entzünden. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie sich nach einem Katzenbiss optimal verhalten und wie Ihnen eine gute Dermatologie München helfen kann.

Der Katzenbiss und die folgenden Symptome

Jährlich werden den Tierhaftpflicht-Versicherern ungefähr 30.000 Bisswunden gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein, denn nicht jedes Tier ist versichert und nicht jede Bisswunde zieht unbedingt einen Schadenersatzanspruch nach sich. Laut Statistik sind Hundebisse häufiger als Katzenbisse. Ein Hundebiss gilt jedoch als harmloser, denn in der Regel heilen diese ohne Folgen ab. Bei Katzenbissen sieht das anders aus: Etwa jeder zweite Biss eines Stubentigers entzündet sich.

Katzen haben lange und spitze Zähne, mit denen sie punktförmige und zum Teil sehr tiefe Verletzungen verursachen. Betroffen sind Hände, Arme und oft auch die Beine ihrer Halter. Manche Wunden gehen bis auf die Knochen oder in die Gelenke. Wenn sich ein Katzenbiss entzündet, ist schnelles Handeln erforderlich, denn es gefährlich werden.

Eine Infektion erkennen Sie unter anderem an folgenden typischen Symptomen:

  • Die Haut fühlt sich an der betroffenen Stelle und in der unmittelbaren Umgebung heiß an.
  • Es treten Rötungen und Schwellungen auf.
  • Die Bissstelle hört nicht auf zu schmerzen.
  • Das vom Katzenbiss betroffene Körperglied zeigt eine eingeschränkte Funktion, beispielsweise lässt sich der Daumen nicht mehr richtig bewegen.

Darüber hinaus kann die Wunde blutiges Sekret und Eiter absondern. Möglicherweise sind die Lymphknoten in der Nähe der Wunde geschwollen. Manche Menschen, die von einer Katze gebissen wurden, weisen Schock-Symptome auf: Sie frösteln und ihnen wird schwindelig, das Herz rast, die Haut wird blass.

Ursachen und Risikofaktoren beim Katzenbiss

Es spielt keine Rolle, ob jemand von der eigenen Katze oder einem streunenden Tier gebissen wird. Ein Katzenbiss kann immer gefährlich werden, denn auch der süße Tiger in der Wohnung trägt viele verschiedene Bakterien in seinem Speichel. Diese gelangen beim Biss mit hoher Wahrscheinlichkeit in die offene Wunde und führen zu einer Infektion.

Diese Infektion kann sich in der Folge über unterschiedliche Wege im Körper ausbreiten. Die Hand ist mit langen Sehnen und Sehnenscheiden verbunden, die sogenannten „Leitschienen“ für Krankheitserreger. Und natürlich breite sich Viren und Bakterien über die Blutbahnen im gesamten Körper aus. Mediziner nennen diesen Prozess auch „hämatogene Streuung“.

Darüber hinaus ist ein Katzenbiss besonders tief, denn die Tiere haben lange Zähne. Je tiefer die Bisswunde, desto weniger Sauerstoff gelangt dorthin. Damit ist eine besondere Stoffwechsel-Situation geschaffen, die sich anaerobe Bakterien zunutze machen: Bakterien, die keinen Sauerstoff benötigen und sich hier ideal ausbreiten und vermehren können. Zu diesen Bakterien gehört das „Pasteurella multocida“, eine der häufigsten, die durch einen Katzenbiss auf den menschlichen Körper übertragen wird.

Untersuchungen und Diagnose nach dem Katzenbiss

Wann sollten Sie nach einem Katzenbiss zum Arzt gehen? Jeder Hautarzt in München wird Ihnen ohne zu zögern, empfehlen: sofort! Ein Katzenbiss kann sich innerhalb kurzer Zeit entzünden. Und der Mediziner kann am besten einschätzen, wie schlimm der Katzenbiss ist und wie er behandelt werden sollten.

Bereiten Sie sich auf folgende Fragen vor, die Ihr Arzt Ihnen stellen wird:

  • Wann genau wurden Sie gebissen?
  • Ist Ihnen die Katze bekannt oder handelte es sich um einen Streuner?
  • Wann wurden Sie zuletzt gegen Tetanus geimpft?
  • Leiden Sie an einer Immunschwäche, beispielsweise aufgrund einer chronischen Erkrankung?

Im Anschluss folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt wird sich die Katzenbiss-Wunde genau anschauen und auf Anzeichen einer Infektion achten. Er tastet die Lymphknoten in der Umgebung ab und entnimmt von der Wunde möglicherweise einen Abstrich, damit der Erreger werden kann.

Behandlung und Prognose nach einem Katzenbiss

Da ein Katzenbiss so gefährlich werden kann, wird von Selbstmedikation und Hausmitteln abgeraten. Gehen Sie bitte ohne Verzögerung zum Arzt, nachdem Sie die Wunde steril abgedeckt und bei Bedarf mit einem Druckverband versehen haben. Der Arzt wird die Wunde nicht sofort verschließen, um der Bakterienentwicklung keinen Vorschub zu leisten.

Die Wunde muss sorgfältig gereinigt und mit einer Kochsalz-Kompresse feucht gehalten werden. Eine Fettgaze sorgt dafür, dass die Kompresse nicht austrocknet. Die Wunde wird so lange täglich auf Infektionen kontrolliert, bis sie sich von allein schließt.

Die Katzenbiss-Folgen sind harmlos, sofern Sie gleich anschließend von einem Hautarzt behandelt wurden. Es kann zu Komplikationen kommen, und manche Bakterien sind wirklich sehr gefährlich. Gegen Tetanus und Tollwut stehen hoch wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Sprechen Sie mich an – als erfahrene Dermatologin berate ich Sie sehr gerne ausführlich zum Thema Katzenbiss!

Bildnachweis: © Reidl – stock.adobe.com

2019-07-02T11:53:28+01:00Allgemein|
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