Es ist gar nicht so einfach in der Drogerie Kosmetik- und Pflegeprodukte zu kaufen, die vollständig tierversuchsfrei sind. Diese zu erkennen ist noch dazu schwierig und Aussagen wie „das Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ oder „wir führen keine Tierversuche durch“ sind oft irreführend oder bergen Hintertürchen. Die Hautarztpraxis München klärt Sie gerne zur Kosmetik ohne Tierversuche auf und zeigt Ihnen, wie Sie einen vollständig veganen oder vegetarischen Lebensstil führen können.

Verbot mit Hintertür

Im Jahr 2003 beschloss die EU-Kommission die Abschaffung der Tierversuche für Kosmetik- und Pflegeprodukte. Diese Regelung für Kosmetik ohne Tierversuche wurde schrittweise durchgezogen, wobei es nach wie vor fragwürdige Ausnahmeregelungen im Gesetz gibt. Denn das Verbot bezüglich der Tierversuche betrifft nur Produkte, die nach Inkrafttreten des Gesetzes, also nach dem 11. März 2013, auf den Markt gekommen sind. Des Weiteren gilt das Tierversuchsverbot nicht für Produkte, die unter das Chemikaliengesetz fallen. Ob ein Produkt wirklich nicht an Tieren getestet wurde, erkennen Sie an bestimmten Siegeln auf der Verpackung. Zudem führen Organisationen und Blogs Listen an, die tierversuchsfreie Kosmetik enthalten. Vorsicht ist auch hier geboten, da jeder Urheber unterschiedliche Kriterien zur Definition der tierversuchsfreien Produkte hat. Auch Naturkosmetik ist nicht zwangsmäßig frei von Tierversuchen. Die Hersteller von Naturkosmetik müssen sich genauso wie alle Kosmetikfirmen an die Tierschutzfreiheit halten, und zwar mit allen ihren Schlupflöchern. Somit werden bis zu 90% aller Bestandteile nach wie vor an Tieren getestet.
In China zum Beispiel, Kosmetik ohne Tierversuche, denn hier sind die grausamen Testungen vorgeschrieben, weshalb sich einige Firmen aus dem Ausland vom chinesischen Markt zurückgezogen haben.

Kosmetik ohne Tierversuche – geht das?

Generell glauben viele Verbraucher, dass Tierversuche zu Kosmetika notwendig sind, um Schäden am Menschen zu verhindern. Das die Versuche an Tieren der Verbrauchersicherheit dienen stimmt jedoch oft nicht. Denn Tiere unterscheiden sich dem Menschen psychisch und physisch so extrem, dass es schwer ist, Rückschlüsse aus einem Test zu ziehen. Das Quälen der Versuchstiere ist vor allem ein Schutz der Produzenten, die sich bei möglichen Schadenfällen absichern. Es gibt also keine Gewähr dafür, dass durch Tests an Tieren Menschen geschützt werden können. Wenn Produzenten aus Kosmetikfirmen alt bewährte Produkte verwenden würden, die seit Jahren von Menschen verwendet worden sind, könnte man folglich Kosmetik ohne Tierversuche herstellen. Doch hier macht die Profitgier der Unternehmer den Tierschützern einen Strich durch die Rechnung. Denn immer neue Inhaltsstoffe, Düfte und Farben verkaufen sich gut.

Der Beweis, dass Tierversuche in der Pflege und der Kosmetik überflüssig sind, sind immer wieder aufkommende Schadensfälle trotz unmenschlicher Tests. Man kann vom Tier nicht exakt auf den Menschen schließen und somit sind durch die Überdosierung mancher unverträglicher Inhaltsstoffe schon einige krebsfördernde Produkte auf den Markt gekommen. Vor allem für Produzenten die Ihre Produkte weltweit verkaufen möchten, sind Tierversuche als Alibifunktion unverzichtbar. Denn in China und weiteren Ländern ist das Quälen der Tiere Pflicht.

Die Lösung für Kosmetik ohne Tierversuche

Bis Tierversuche endlich der Vergangenheit angehören, sollte man als bewusster Verbraucher auf regionale Märkte setzen. Viele Marken sind zudem mit gewissen Labels gekennzeichnet die bezeugen, Ihre Produkte ohne Tierversuche hergestellt wurden. Bewusst einzukaufen und sich die Inhaltsstoffe sowie Produzenten genauer anzusehen ist also für Verbraucher wichtig, um auf grausam gewonnene Kosmetik und Pflegeprodukte aufmerksam zu werden.

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