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Talgknoten – Definition, Symptome & Behandlung

Die menschliche Haut produziert permanent Talg. Dieser schmiert die Haare auf der Haut und auf dem Kopf und schützt sie so bei Reibung. Eine übermäßige Talgproduktion kann zu fettiger Haut führen und Unreinheiten verursachen. Verstopfen die Ausgänge der Talgdrüse, kann der Talg nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen und so bildet sich langsam eine kleine Beule bzw. ein kleiner Knoten unter der Haut – die sogenannten Talgknoten.

Was sind Talgknoten?

Talgknoten sind Zysten, also kleine Erhebungen bzw. Beulen, auf der Haut. Sie entstehen meist dadurch, dass sich Poren verstopfen. Der Talg kann dann nicht mehr ungehindert abfließen. Da die entsprechende Drüse aber weiterhin Talg produziert, staut sich dieser auf und bildet nach einiger Zeit eine Art Kapsel.

Der Unterschied zu beispielsweise Pickeln liegt darin, dass es sich beim Pickel um eine bakterielle Entzündung der Pore handelt. Der Talgknoten ist hingegen ein gutartiger, ungefährlicher Tumor in einem Haarfollikel. Außerdem sind Pickel nur mit Eiter gefüllt, während Talgknoten überwiegend Talg, Blut sowie Haar- und Hautzellen beinhalten.

Arten von Talgknoten

Die Milien

Milien sind kleine, gutartige Zysten, die sich an den Ausgängen der Talgdrüsen bilden. Ein Milion selbst besteht jedoch nicht aus Talg, sondern aus festem Hornmaterial. Milien kommen vermehrt im Gesicht vor, können aber auch am ganzen Körper auftreten.

Die Zysten fühlen sich meist hart an und weisen in der Regel eine weiße Farbe auf. Manchmal liegt auch Haut darüber, sodass unklar ist, ob es sich um ein Milion oder um eine andere Art von Hautveränderung handelt. Milien können glücklicherweise nicht entarten und entzünden sich nur selten. Allerdings können sie optisch oder auch haptisch störend wirken, weshalb sich viele Betroffene eine Entfernung wünschen.

Behandlung

Die Behandlung gehört auf jeden Fall in die Hand eines Hautarztes München, denn das Milion muss operativ geöffnet werden. Davor wird die Haut erwärmt und aufgeweicht, sodass sich der Pfropf leicht beseitigen lässt. Ohne die Haut zu öffnen, können Milien nicht entfernt werden. Das Ausdrücken klappt in der Regel nicht, da der Pfropf sehr fest sitzt. Außerdem kann es zu Schmerzen oder Narbenbildungen kommen, wenn Sie selbst Hand anlegen.

Atherome

Das Atherom wird in der Medizin auch als Talgzyste, Follikelzyste oder Epidermalzyste bezeichnet. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind Atherome unter dem Namen Grützbeutel bekannt.

Ein Atherom ist ebenfalls eine gutartige Zyste, die im Bereich der Haarfollikel entsteht. Es handelt sich dabei um eine pralle, elastische Kapsel gefüllt mit Talg sowie Haar- und Hautzellen. In der Regel wachsen Atherome nur einige Millimeter bis Zentimeter. Sie können jedoch auch die Größe eines Hühnereis und selten sogar eines Apfels erreichen. Ein Atherom wächst aber nur äußerst langsam, sodass es meist im frühen Stadium schon entfernt werden kann.

Das Atherom entsteht oft am Kopf, aber auch im Gesicht, am Hals, hinter den Ohren und an Brust, Bauch oder im Intimbereich. Oftmals sind mehrere solcher Talgknoten gleichzeitig, gruppiert vorhanden. Manchmal besitzen Atherome kleine Öffnungen aus denen hin und wieder Sekret austritt.

Atherome sind harmlos und meist auch schmerzfrei, aber kosmetisch störend. Gerade beim Haare Kämmen können sie lästig sein.

Behandlung

Genau wie Milien sollten auch diese Talgknoten nicht ausgedrückt werden. Atherome haben oft keinen Pfropf. Durch das versuchte Ausdrücken könnten Bakterien in die Haut gelangen, die wiederum eine Entzündung auslösen können.

Auch hier muss ein Arzt eingreifen. Dieser öffnet und entleert das Atherom oder schneidet es spindelförmig heraus. Ein Druckverband sorgt dann dafür, dass sich der Hohlraum nicht wieder füllt. Trotzdem kann man nicht ausschließen, dass Atherome erneut entstehen.

Talgknoten vorbeugen

Das Risiko lässt sich durch die richtige Hautpflege reduzieren. Waschen Sie Haare, Körper und Gesicht täglich gründlich ab. Tupfen Sie Haare und Haut mit einem Handtuch trocken, anstatt zu reiben. Das hält die Poren frei und sauber.

Talgknoten – Harmlos, aber optisch störend

Talgknoten sind in der Regel gutartig und äußern sich meist als Milion oder Atherom. Beiden liegt eine Verstopfung der Talgdrüse zugrunde. Talgknoten sind ungefährlich, aber stellen ein kosmetisches Problem dar, weshalb sie gerne entfernt werden. Das übernimmt in der Regel ein Hautarzt. Wenn auch Sie einen Talgknoten entfernen lassen möchten, wenden Sie sich an meine Praxis der Dermatologie München. Ich, Dr. Regina Ramesohl, helfe Ihnen gerne weiter!

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2020-05-25T11:48:45+02:00Hautpflege|
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