• Verbrennung behandeln - Brandwunde bei Kleinkind

Wie man eine Verbrennung behandeln sollte

Beim Kochen kann es schnell mal passieren, dass man sich durch eine Gasflamme, eine heiße Herdplatte oder kochendes Wasser eine Verbrennung bzw. eine Verbrühung zuzieht. Doch nicht nur in der Küche, auch sonst im Alltag gibt es allerlei Hitzequellen, die zu Verbrennungen der Haut führen können. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man sich in solch einem Fall am besten verhält. Als Fachärztin der Dermatologie München möchte ich Ihnen Tipps mitgeben, wie Sie eine Brandwunde versorgen und wann ein Hautarzt die Verbrennung behandeln sollte.

Verbrennung behandeln – Unterschied zwischen Verbrennung und Verbrühung

Hier macht die Hitzequelle den Unterschied. Bei einer Verbrühung ist oft eine heiße Flüssigkeit die Ursache, während Verbrennungen meist durch ein offenes Feuer oder eine extrem heiße Oberfläche entstehen.

Schweregrade von Verbrennungen:

1. Grad:

Hier ist nur die Erste Hautschicht betroffen. Zu den Symptomen zählen meist eine Rötung der Haut, Schmerzen sowie Schwellungen. Bei diesem Verbrennungsgrad ist kein Arztbesuch notwendig, um die Verbrennung behandeln zu lassen. Selbstmedikation durch Kühlung und Auftragen einer Brand- und Wundsalbe reicht völlig aus.

2. Grad:

Dies betrifft auch tiefere Hautschichten. Die Symptome sind dieselben des 1. Grades, außer, dass Brandblasen auftreten können. Achtung: Sie dürfen Brandblasen nie öffnen, da es dann zu Infektionen kommen kann. Vom Arzt die Verbrennung behandeln zu lassen, ist nicht unbedingt notwendig.

3. Grad:

Die Haut, das Aushangsgebilde sowie die Muskulatur sind hier betroffen. Wenn das Gewebe eine weißliche oder bräunliche Farbe annimmt, ist es bereits abgestorben. Meist hat man hierbei kein Schmerzgefühl mehr, da so viel Gewebe zerstört ist. Ein Arztbesuch ist hier unverzichtbar. Bei großflächigen Verbrennungen sollten Sie sofort den Notarzt verständigen.

Wann Sie eine Verbrennung behandeln lassen sollten – unabhängig vom Schweregrad:

– Verbrennungen bei Säuglingen und Kleinkindern
– Verbrennungen im Gesicht
– Vermehrte Blasenbildung

Durch Kühlen eine Verbrennung behandeln

Eine Verbrennung sollte zuallererst gekühlt werden. Lassen Sie hierfür kaltes Wasser über die Verbrennung bzw. Verbrühung fließen oder verwenden Sie ein Kühlpad oder andere verpackte, kalte Dinge aus dem Kühlschrank. Diese müssen vorher in ein Tuch gewickelt werden, um eine Erfrierung des Gewebes zu vermeiden, währen Sie Ihre Verbrennung behandeln.

Nicht auf alle Hausmittel vertrauen

Nicht alle Hausmittel wirken sich gut auf eine Brandwunde aus. So sollten Sie keinesfalls Öl, Mehl oder Zahnpasta auf die Wunde geben. Diese Mittel tragen rein gar nichts zum Abheilen bei, im Gegenteil, es kann zu Infektionen kommen. Kühlen Sie daher stets die Verbrennung, verwenden Sie spezielle Salben oder gehen Sie zum Dermatologen, der in korrekter Weise Ihre Verbrennung behandeln wird.

Verbrennung behandeln – Fazit

Eine Verbrennung sollte immer sofort gekühlt werden. Suchen Sie bei großflächigen Verbrennungen und abgestorbenem Gewebe einen Arzt auf. Auch kleine Verbrennungen sollten ärztlich begutachtet werden, wenn es sich bei den Betroffenen um Babys oder Kleinkinder handelt. Verbrennungen und Verbrühungen sollten aufgrund der Infektionsgefahr nicht mit Mehl, Zahnpasta, Öl oder sonstigen Mittel beschmiert werden. Verwenden Sie stets Brandsalben.

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2017-11-14T15:08:01+00:00Allgemein|
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