Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs. Die Tumore werden durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst und können sich in ihrem Ausmaß, ihrer Farbe und in der Gefahr für den Körper hin unterscheiden. Um den Krebs gut behandeln und sogar besiegen zu können, ist jedoch in allen Fällen die Hautkrebsvorsorge München unverzichtbar. Als Dermatologin möchte ich Ihnen die verschiedenen Hautkrebsarten vorstellen und Ihnen im Zuge dessen die Entstehung, den Krankheitsverlauf und die Heilungschancen erklären.

Hautkrebsarten im Überblick

Basalzellkarzinom (Basaliom)

Basalzellkrebs gehört zu den sogenannten weißen Hautkrebsarten. Als Basalkarzinom wird ein Hauttumor bezeichnet, der sich in Form eines Knötchens oder einer Verhärtung äußert. Dieser kann zudem geschwürartig, flach oder narbenähnliche beschaffen sein. Da die Farbe des Basalioms im Anfangsstadium der restlichen Haut gleicht, bleibt dieser oft lange Zeit unentdeckt.

Wird der Tumor nicht behandelt, entwickelt er sich zu nässenden Geschwulsten mit starker Krustenbildung. Diese können sich dann rapide ausbreiten. Basaliome sind allerdings nur in den seltensten Fällen lebensbedrohlich. Trotzdem ist es empfehlenswert, das Basalzellkarzinom nach dessen Entdeckung chirurgisch entfernen zu lassen.

Aktinische Keratose

Die Aktinische Keratose gehört ebenfalls zu den weißen Hautkrebsarten. Sie beschreibt eine langsam fortschreitende Hautschädigung, die aufgrund einer übermäßigen UV-Einstrahlung entsteht. Sie tritt also bei Menschen mit hellem Hauttyp auf, die sich privat oder aus Berufswegen viel im Freien aufhalten. Weitere Risikofaktoren für Keratosen sind häufiger Sonnenbrand, regelmäßige Solariumbesuche sowie mangelnder Sonnenschutz.

Die Hautveränderungen sind nicht als Tumore oder Ähnliches sichtbar und daher schwer als solche auszumachen. Die regelmäßige Hautkrebskontrolle ist zur Erkennung essentiell. Die Aktinische Keratose kann oberflächlich abgetragen oder durch eine photodynamische Therapie bekämpft werden. Bleibt eine Behandlung aus, kann sich die Keratose zu einem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) weiterentwickeln, welches im nächsten Abschnitt erläutert wird.

Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)

Hierbei handelt es sich um bösartige Geschwülste mit destruierendem Wachstum. Plattenepithelkarzinome entwickeln sich primär aus bereits vorhandenen aktinischen Keratosen weiter. Nur in seltenen Fällen bilden sich diese aus chronischen Wunden, Verbrennungsnarben oder anderen Hauterkrankungen heraus.

Das Basaliom und das Spinaliom sind die am häufigsten vorkommenden Hautkrebsarten. Obwohl das Spinaliom bösartig ist, kommt es nur in seltenen Fällen zu Metastasen. Deshalb zählt dieser noch zu den weißen Hautkrebsarten.

Das Spinaliom wird durch Abtragung der Verhärtungen behandelt. Ist dies Aufgrund von Metastasen nicht mehr möglich, so kommt die photodynamische Therapie zum Einsatz.

Malignes Melanom

Das Maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein bösartiger Tumor auf der Haut, der sich nur schwer von einem gutartigen Muttermal unterscheiden lässt. In seltenen Fällen entwickelt sich dieser aber auch an anderen Körperstellen, wie am Auge an Schleimhäuten oder auch an der Hirnhaut.

Das Maligne Melanom ist der gefährlichste unter den Hautkrebsarten. Um den sogenannten schwarzen Hautkrebs zu bekämpfen, ist die regelmäßige Muttermalkontrolle unabdingbar. Wenn Sie selbst Muttermale haben, beobachten Sie diese regelmäßig. Wenn sie sich vergrößern, anfangen weh zu tun oder bluten, sollten Sie die Leberflecken auf jeden Fall vom Dermatologen kontrollieren lassen.

In der Regel wird das Melanom chirurgisch entfernt. Ist das nicht möglich, weil es sich an unzugänglichen Stellen befindet oder bereits im Körper streut, wird es mit Medikamenten therapiert.

Hautkrebsarten – Heilung durch Früherkennung

Um die Heilungschancen aller Hautkrebsarten maximal zu halten, spielt selbstverständlich die Früherkennung eine essentielle Rolle.

Das tückische bei allen Hautkrebsarten ist, dass diese nur äußerst selten mit Schmerzen einhergehen. Deswegen werden die Hautveränderungen oft für Warzen, Leberflecken oder Wunden gehalten. So sehen viele Patienten den wohl wichtigen Dermatologen-Besuch nicht als notwendig an. Achten Sie daher auf auftretende Veränderungen der Haut. Ab einem Alter von 40 Jahren sollten Sie Ihre Haut regelmäßig selbst kontrollieren.

Wenn Sie Auffälligkeiten beobachten, so wenden Sie sich umgehend an einen Dermatologen. Dieser kann anhand einer gründlichen Untersuchung beurteilen, ob die Hautveränderung gefährlich ist und ob es sich dabei um eine der genannten Hautkrebsarten handelt.

Hilfreich bei der Unterscheidung zwischen Leberflecken und dem melagninen Melanom ist die sogenannte ABCDE-Regel. Der Verdacht auf schwarzen Hautkrebs erhärtet sich, wenn die Hautveränderung:

eine ungleichmäßige, also asymmetrische Form aufweist (Asymmetrie),
unregelmäßig begrenzt ist, die Ränder also uneben oder ausgezackt sind (Begrenzung),
uneinheitlich gefärbt ist (Colorit = Färbung),
einen Durchmesser von über 5 Millimeter hat (Durchmesser)
sich vorwölbt (Erhabenheit).

Die Hautkrebsarten sind, im Gegensatz zu anderen Krebsarten, vom Mediziner seh- und erfühlbar, ohne technische Hilfsmittel anwenden zu müssen. Egal welche der Hautkrebsarten – sobald dieser im Frühstadium erkannt wird, kann er entfernt und somit eine Ausstreuung im Körper verhindert werden.

Wenn Sie eine der genannten Hautkrebsarten befürchten oder generell Ihre Haut einer gründlichen Kontrolluntersuchung unterziehen möchten, so vereinbaren Sie doch gerne einen Termin in meiner Dermatologischen Praxis in München. Ich, Dr. Regina Ramesohl, freue mich, Ihnen weiterhelfen zu können.

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